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Noumena: Maanääri (Review)
| Artist: | Noumena |
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| Album: | Maanääri |
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| Medium: | CD/Download | |
| Stil: | Melodic Death Metal |
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| Label: | Inverse Records | |
| Spieldauer: | 49:23 | |
| Erschienen: | 21.08.2026 | |
| Website: | [Link] |
„Maanääri“ soll den Menschen an den Rand der Welt entführen, an dem dieser dazu gezwungen ist, seine Bedeutungslosigkeit im Angesicht der Macht der Natur anzuerkennen und zu akzeptieren. Was wie verkappter 'Fridays for Future'-Death Metal klingt, entpuppt sich allerdings als stimmungsvolles Werk voller Melancholie, Trotz und auch Stolz.
NOUMENA schaffen es in ihrer Musik, die Gegensätze von Licht und Dunkelheit, Härte und Melodie auf angenehme Art zu verschmelzen. Dass dabei der ein- oder andere Kitsch-Moment nicht ausbleibt (etwa wenn die Gitarren arg süßliche Melodien auftischen, zu denen sich der Damengesang in Soloarien üben darf), vermiest die Stimmung des Albums keineswegs.
Denn die Band schafft es, in ihrer Musik durchweg die Waage aus Dramatik, Emotionalität und der nötigen Portion Rifflast zu halten. Stücke wie „Surunkehrä“ wildern dabei gar ein wenig in Doom-Metal-Gefilden und sind von einer tieftraurigen Note durchzogen, die sich vor allem im Zusammenspiel der Gitarrenmelodien und der tiefen Growls offenbart.
Mit Tracks der Marke „Verentahrimat“ darf es aber auch beschwingter werden. Das Tempo wird angezogen und die eingängigen Melodien unterstützen einen regelrecht schmissigen Refrain. Aufhorchen lassen NOUMENA derweil mit einem Saxophon-Intermezzo, das sich sehr schön mit dem folgenden Gitarrensolo ergänzt und damit für einige Farbtupfer im Sound sorgt.
Im Grunde bündeln die Musiker bekannte Zutaten aus dem melodischen Death Metal, manch Folk-affinem Trällern und ein Gespür für kompositorisches Drama zu einem spannenden Melodic-Death-Metal-Album, das (nicht nur) mit der Landeskonkurrenz locker mithalten kann.
FAZIT: NOUMENAs „Maanääri“ besticht weniger durch radikale Neuerungen als durch kompositorische Stärke und Kontinuität. Die Finnen wissen um die Qualität melodischen Death Metals, der hier und da auch kitschbeladen sein darf, reizen die Grenzen des Genre-Spektrums aber nicht bis zum Erbrechen aus. Daraus ergibt sich ein schön anzuhörendes Album, das Drama, Härte, Tiefe und Kitsch in einem schönen Einklang präsentiert.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Hiekkaanrakennett
- Kuolemankello
- Surunkehrä
- Tyhjyys
- Maanääri
- Verentahrimat
- Ihmishämärä
- Hiidenmailla
- Luopuma
- Bass - Hannu Savolainen
- Gesang - Antti Haapanen, Suvi Uura, Markus Hirvonen, Ville Lamminaho
- Gitarre - Markus Hirvonen, Ville Lamminaho, Tuukka Tuomela
- Keys - Markus Hirvonen
- Schlagzeug - Ilkka Unnbom
- Sonstige - Ville Lamminaho (Mandoline, Baglamas, Kantele, Djembe), Markus Hirvonen (Mandoline, Baglamas, Kantele), Kalle Keränen (Saxophon)
- Anatomy Of Life (2006) - 6/15 Punkten
- Death Walks With Me (2013) - 11/15 Punkten
- Maanääri (2026) - 11/15 Punkten
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