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Amon Amarth: The Allfather Awakens (Review)

Artist:

Amon Amarth

Amon Amarth: The Allfather Awakens
Album:

The Allfather Awakens

Medium: CD/LP/MC/Download
Stil:

Melodic Death Metal

Label: Metal Blade Records
Spieldauer: 46:05
Erschienen: 02.10.2026
Website: [Link]

Odin, Runde zwei. Zwanzig Jahre nach „With Oden On Our Side“ besingen AMON AMARTH erneut den Göttervater und beleuchten dabei nicht nur die kriegerische Seite des Nordgottes mit Death-Metal-Melodiekost vom feinsten, sondern zeigen sich mit „Upphaf“ auch erstmals in rein akustischem Gewand (was hervorragend funktioniert).


Aber die kriegerischen Barbaren legen sich deshalb kaum schlafen; ein dezenter Industrial-Vibe sorgt in der Death-Metal-Wuchtbrumme „Kvasir’s Blood“ für einen finsteren Unterton, der von Johan Heggs tiefem Grollen kraftvoll intoniert wird. Gleichzeitig bleiben die Gitarren eine Stärke der Schweden. Denn egal wie finster die Songs grooven, es bleibt immer Raum für mitreißende Melodien und stampfende Riffs, die reichlich Headbang-Potenzial bieten (u.a. im schmissigen Ohrwurm „We Rule The Waves“).


„Die With a War Cry“ marschiert mit kraftvollem Riffing und dezenter Orchestrierung in Richtung Death Metal-Schlachtfeld und zeigt Johann Heggs Growls in vortrefflich schwarzen Tiefen, ehe „Raven God“ vor allem an der Gitarrenfront glänzt und mit dezent melancholischem Grundton, Aggression und pathetische Melancholie geschickt miteinander verbindet.

Zackiger wird’s im Titeltrack „The Allfather Awakes“, wobei akzentuierte Orchestrierungen das martialische Götterthema passend in Szene setzen. Mit dem Refrain findet das Stück einen hymnischen Höhepunkt, der live sicher prächtig funktionieren wird. Gleichzeitig schleicht sich in den Gitarren eine Extraportion Epik ein, die u.a. auch in den kurzen Soli deutlich wird und den Nordmännern hervorragend zu Gesicht steht.


Nach dem Erwachen geht’s in „Oden’s Hunt“ im Eiltempo auf die Jagd. Die Rasanz tut dem Songs gut, denn das Thema der Jagd wird damit gleichsam hymnisch (die Gitarren) wie auch dezent bedrohlich instrumentalisiert, womit AMON AMARTH die musikalische Hatz kraftvoll vertonen.


Am Ende steigen sie auf wie die Adler, oder so ähnlich…
„Ascending Like an Eagle“ breitet die musikalischen Flügel aus und spielt einmal mehr gekonnt mit Death-Metal-Dramatik. Hymnische Gitarren tragen den Refrain in Richtung Ohrwurm, während die Strophen nach vorne preschen. Dabei treiben sich die Riffs und der Gesang gegenseitig immer weiter an, während die Rhythmusfraktion das donnernde Fundament bildet, das ein weiteres, mit Hymnen gespicktes, AMON AMARTH-Album durch den musikalischen Wikinger-Sturm trägt.


FAZIT: AMON AMARTH zeigen sich mit „The Allfather Awakens“ variabel wie eine Zeit lang nicht. Die Spannbreite von harter Death-Metal-Kost, bis hin zur ersten Akustiknummer der Bandgeschichte funktioniert in diesem Fall hervorragend, denn die Schweden liefern ein Death-Metal-Hymnenfest ab, mit dem sie sowohl ihre Stärken gekonnt ausspielen, als auch den ein- oder anderen gelungenen Blick über den eigenen Tellerrand wagen. Stark!

Dominik Maier (Info) (Review 224x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • Gjallarhorn
  • Eight Legs of Thunder
  • Kvasir’s Blood
  • We Rule the Waves
  • Upphaf
  • Die With a War Cry
  • Raven God
  • The Allfather Awakes
  • Oden’s Hunt
  • Ascending Like an Eagle

Besetzung:

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